Crazyriders
September 06, 2010, 04:10:19 pm *
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Autor Thema: Reitplatzböden  (Gelesen 317 mal)
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Manischa
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« am: Januar 21, 2010, 09:59:32 pm »

uns würde interessieren was ihr so für reitplatzbeläge habt, bzw. mit welchen böden ihr schon euere erfahrungen gemacht habt, gerne auch mit preis/leistungsbeispielen. vor allem die frage, wie ist der platz im winter und bei sehr viel regen. 

wir haben zur zeit gemischten quarzsand, verschiedene körnungsgrößen und flußsand.
bei unserem platz würden wir, auf einer skala von 1- 10 (1 ist schlecht, 10 ist perfekt), eine 7 verteilen.

wir haben keine drainage, das ist hier in der gegend wohl nicht so leicht möglich, da wir hier im jura sind, das heisst, es kommt beim graben ca. 10- 30 cm erde, dann steine, dann noch größere steine und dann felsbrocken. (der mutterboden wurde natürlich abgezogen, aber schon von den vornutzern des hofes)

im winter gefriert der platz leider und nun sehen wir uns nach alternativen um. wobei der platz ansonsten, wie gesagt, bei jedem wetter gut bereitbar ist, ausser bei extremen niederschlag.

Preislich lagen wir, dank einem netten freund sehr günstig, der platz hat uns ca. 1500.- gekostet (allerdings sind wir uns nicht mehr sooo sicher) inkl. beleuchtung.
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May
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« Antworten #1 am: Januar 22, 2010, 08:42:00 pm »

Da wir auf der Suche nach was eigenem sind, hab ich Testberichte, Kostenvoranschläge, mich in anderen Reitställen umgeschaut und den Doc und Schmied gefragt.

Was gar nicht ging, obwohl die Staubendwicklung gering sein soll, war der swinging ground boden. Es sah aus wie Teppichschnitzel, aber mein Gefühl sagte mir, das kann nicht so wirklich gut sein für Bänder und Sehnen, was ich auch bestätigt bekam. Ebenso wie um die spätere Entsorgung machte ich mir Sorgen (Kosten da kein Naturprodukt).

Um den Frost zu vermeiden auf dem Reitplatz kann man ein Granulat untermischen. Der Vorteil im Winter, er gefriert nicht so schnell, im Sommer, es speichert Flussigkeit.

Das nennt sich Magnesiumclorid und ist bei Stroeh erhältlich. Den Link hab ich Dir gleich mit angefügt. Wir haben es bis dato nur in der Reithalle verwendet.

http://www.stroeh.de/s/shop/artikel/Pferdenahrung/Dies-Das/7079-Magnesium-Chlorid-47-25kg-Tuete.htm?search_suche=Reitplatz
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Manischa
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« Antworten #2 am: Januar 23, 2010, 10:57:30 am »

ach das is ja sehr interessant.. danke may.

also von dem swing ground hab ich auch gehört, dass er zwar nicht gefriert, aber wenns schneit und mal ne schicht draufliegt, kannst auch nicht mehr drauf reiten.


was mich noch interessieren würde, ich habe gelesen dass manche einfach sägespäne auf ihrem platz haben, gefriert nicht so schnell und ist auch bei viel regen gut, da die späne ja auch wasser aufsaugen. aber... verrottet dass nicht unheimlich schnell??
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May
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« Antworten #3 am: Januar 23, 2010, 11:50:07 pm »

Der Vorteil bei einem Mischboden liegt eigentlich auf der Hand, wie z.B. Späne und Sand (mal simpel ausgedrückt). Sand bindet Feuchtigkeit schlecht, staubt also schneller. Mit Späne ist das nicht mehr so gegeben, da sie die Feuchtigkeit speichert und der Wasserverbrauch beim Bewässern somit im Sommer sinkt.

Sind wir doch einmal ehrlich, wenn es 4 Tage Tag und Nacht schüttet, was in Deutschland nicht selten der Fall ist, saufen alle Plätze ab. Jetzt kommt es halt drauf an, sie wieder trocken zu bekommen und zwar wie schnell. Und hier kommen die Reitplatzbauer ins Spiel mit ihren Wunderwaffen. Von Dränagen über Gitter-Unterbau etc.

Wichtig, daß die Späne nicht so schnell verrottet ist nach wie vor wie auch Sand der nicht kippt, die Pflege, abäppeln, tägliches ziehen, damit der Boden sich nicht verdichtet - keine Sammelplätze für Pfützen entstehen - und walzen, wenn er zu tief wird.

Ebenso wäre es mir wichtig, wofür möchte man ihn nutzen. Heutzutage kann man vom Rollboden (Kugelsand) für Westernreiter z.B. Elbsand, über Vielseitigkeitsboden mit hohem Späneanteil über Springboden, tiefer bis hin zum Dressurboden kaufen.

Es ist alles nur eine Frage des Geldes und der Ansprüche.

Wichtig ist nach wie vor der Unterbau, die Tenne und das die Tretschicht weder für uns normal Reiter rollt, noch die unbeschlagenen Hufe abschmirgelt noch sie drinnen versinken wegen der Bänder und sehnen.

Wichtig ist einfach, daß man wie beim Sand auf die Körung hier auch auf die Spänegröße achtet; nicht zu grob wegen aufschlitzen des Strahles bis hin zum verkanten im Eisen und nicht zu klein, da sie sonst zu früh zerfallen.

Was nicht vergessen werden sollte ist beim Reitplatzbau ein leichtes Gefälle. Was noch ein guter alter Trick von den Züchtern früher war, als noch keine High-Tech-Mittel zur Verfügung standen, woran ich mich allerdings erst wieder erinnerte als ich es sah: sie ziehen kleine Gräben um die dem Gefälle umgebende Seite, so tritt das Wasser schneller aus dem Platz aus und nehmen es  in einem kleinen Sammelbecken zum Blumen gießen. Also eine kostengünstige Dränage  Wink

Hoffe ich bin mit den Ausführungen jetzt nicht über´s Ziel hinaus geschossen, nur wir haben lange überlegt und gesucht und dutzende von Katalogen gewälzt.
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_19marina91_
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« Antworten #4 am: Januar 28, 2010, 08:06:45 pm »

also in Burggen haben wir einen Allwetterreitplatz, der für
alle mitglieder im Reitverein genutzt werden kann.
Der Boden ist von KHB...
ich bin eig recht zufrieden mit dem Boden!
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Manischa
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« Antworten #5 am: März 05, 2010, 09:36:25 am »

soo, unser boden hat den ersten winter sehr gut überstanden. wir haben den platz saubergemacht und abgezogen, noch a bisserl sand dazu, weil er sich im letzten jahr gut gesetzt hat und was soll ich sagen, prima! sind immernoch superzurfrieden und erstaunt wie schnell der jetzt doch abgetrocknet ist (was wir vermutlich dem wind zu verdanken haben)
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WernervonCroy
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« Antworten #6 am: März 23, 2010, 04:25:07 am »

Das freut mich Sandra das der Platz immer noch hält.
Die Aktion war damals schon Klasse. Schade das ich nicht mehr bei der Firma bin, hatte da viele Freiheiten.
Für die es interessiert, es einfach gewaschener Quarzsand. Gewaschen deshalb, dass er nicht so staubt.
Ich persönlich habe keinen festen Reitplatz. War mal 2 Jahre beim Reitverein im Nachbarort mit Halle usw. Aber die hatten stink normlan Flusssand in der Halle, das staub mächtig.
Wenn ich denn irgendwann mal genug Land habe, dann baue ich mir auch einen Reitplatz. Wie der aussehen wird, weiss ich noch nicht.

Gruss

Frank
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